Zwei kleine Bücher zum Thema Pakistan

Pakistan – Zwei Wege der Liebe. Annemarie Schimmel – Ruth Pfau
Veröffentlicht am 23. November 2010 von ulrike2003

0. Einleitung
1. Zur Geschichte Pakistans
1.1. Die Anfänge der islamischen Kolonisierung in Indien – Hinduismus versus Islam
1.2. Die Zeit der Mogul-Dynastie
1.3. Die Suche nach Identität unter britischer Herrschaft
1.4. Die Entstehung eines neuen Staates Pakistan
2. Annemarie Schimmel
2.1. Primäres Interesse der Studentin und geistige Entwicklung bezüglich des indischen Islam
2.2. Lehrstuhl für indo-muslimische Literatur und Religion in Havard
2.3. Lebensliebe Pakistan mit Iqbal als Initialzündung
3. Ruth Pfau
3.1. Frühe Berufung als Ärztin und Ordensfrau und Primärerlebnis in Pakistan
3.2. Kampf gegen die Lepra – „Gott kennt keine Ausschussware“ – Vorbehaltlose Hilfe für jedermann
3.3. Das erste Wort war Liebe – das letzte Wort wird Liebe sein – Ein Lebenswerk für Pakistan
4. Vergleich
4.1. Das Geheimnis der beiden Frauen mit einem Lebensauftrag in Pakistan – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
4.2. Die Stellung beider Christinnen zum Islam als Staatsreligion Pakistans
5. Zusammenfassung – Zwei besondere Frauen in einem besonderen Land

0. Einleitung
Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Staatengemeinschaft und der Auflösung der traditionellen Feindblöcke leben wir in einer Welt, in der sich Freund und Feind nicht mehr in einem übersichtlichen Dualsystem gegenüberstehen. Neue Gegner haben sich formiert und bekämpfen sich in einer fremden Form mittels terroristischer Übergriffe. Ungesteuerte Anschläge des Terrors zumeist aus muslimischer Hand, verführen die westliche Welt schnell, das Feindbild dem meuternden islamischen Orient aufzuoktroyieren. Doch es gibt Beispiele der Zusammenarbeit, die eine neue Weise des Näherrückens erahnen lassen.
Nach dem Eintritt in eine Welt der Globalisierung und des Internets werden Wirtschaftsgrenzen unsichtbar und geistige Türen durchlässig. Nicht mehr klar zu umreißen sind Widersacher und Vertraute. Nicht eindeutig zu definieren sind Partner und Gegenspieler.
Dieses Buch soll das muslimische Land Pakistan näher beleuchten, in dem bereits in den 60er Jahren des 20. Jh. Freundschaft und Befruchtung zwischen Okzident und Orient auflebten. In dem Land konnten zwei deutsche Frauen als Christinnen ein Werk vollbringen, durch das sie schon sehr bald nach dem Ende des 2. Weltkrieges religionsübergreifende Wahrheits- und Nächstenliebe praktizierten, wie sie heute von Humanisten in West und Ost brennend eingefordert wird. Annemarie Schimmel und Ruth Pfau haben frühzeitig eine Form der geistigen und praktischen Globalisierung gelebt, wie sie die Welt erst heute kennt. Aber nicht allein die besonderen Persönlichkeiten von Frau Schimmel und Frau Pfau haben sich in das Land eingebracht. Auch das Land und die Menschen Pakistans haben ihnen einen Widerhall entgegengebracht, durch den die Arbeit beider Frauen getragen wurde. Das Zusammenspiel von Geben und Nehmen, von Einwirken und Aufnehmen, von Mahnung und Würdigung war es, dass hier eine Arbeit geleistet werden konnte, die der Zeit weit voraus war und die als Vorbild bis in die Gegenwart hinein reicht.

Dieses Buch kann man

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Die existenzphilosophischen Elemente im Denken Muhammad Iqbals
Veröffentlicht am 23. November 2010 von ulrike2003

0. Einleitung
1. Die historische und geistige Situation Europas, auf die Iqbal traf
1.1. Die Historie des Islam auf dem indischen Subkontinent
2. Die Vita des Muhammad Iqbal (1877 – 1938)
3. Die geistigen und sozialen Impulse für das Werk Iqbals, insbesondere für seine philosophischen Ideen
4. Iqbal und der Islam
4.1. Der Islam als konstituierende Kraft und universelles Ziel
4.2. Die grundlegenden Ideen des Islam nach Iqbal – die Rolle der mystischen Erfahrung
4.3. Die Finalität des Prophetentums
4.4. Das Korrelat von Wissen und religiöser Erfahrung und das Verhältnis von Denken und Intuition
4.5. Die Entstehung des Islam als Geburt des induktiven Intellekts
4.6. Zwischenfazit
5. Die existenzphilosophischen Elemente im Denken Iqbals
5.1. Das EGO bei Iqbal als Ausdruck menschlicher Existenz
5.2. Das ultimative EGO
5.3. Das EGO in seiner Stellung zur Zeit
5.4. Das EGO im Verhältnis zur Freiheit
5.5. Das EGO in seiner Stellung zum Tod, zur Ewigkeit und zur persönlichen Unsterblichkeit
5.6. Das EGO im Verhältnis zu seinen Entscheidungen
5.7. Die Rolle des EGO in der Gemeinschaft
6. Zusammenfassung

0. Einleitung
Aus heutiger Perspektive ist das Gedankengut, das uns Muhammad Iqbal als indischer Muslim überlieferte, wieder aktueller denn je, weil die abendländische Philosophie ihren Zenit bereits überschritten hat und sich in einer globalisierten Welt wiederfindet, in der Einflüsse aus fremden Kulturkreisen übermächtig in den Okzident vordringen. Sich mit diesen fremden Einflüssen bekannt zu machen, könnte für die Gedankenwelt Europas eine interessante Befruchtung darstellen.
Heute wird immer stärker um ein friedliches Miteinander gerungen und dieses Ringen hat seine frühen Wurzeln am Ende der Kolonialsysteme im Ausgang des 19. Jahrhunderts bis in das 20. Jahrhundert hinein. Diese Zeit der Herausentwicklung des Industriezeitalters stellte neue Anforderungen sowohl an die Menschen des Abendlandes und in doppelter Weise an die Muslime des Morgenlandes. Die Muslime auf dem indischen Subkontinent hatten mit Identitätsverlust auf mehrfache Weise zu kämpfen: einerseits mit dem Zurückdrängen der eigenen Kultur und Religion durch die britische Kolonialherrschaft, andererseits mit den Herausforderungen, die das industrialisierte britische Königreich in die Region hineintrug. Muhammad Iqbal sah schon früh mit seinen europäischen Kollegen wie Kierkegaard, Nietzsche und Bergson, dass der Mensch sich auf Grund der Bedingungen des Industriezeitalters herausentwickeln musste. In beiden Welten wurde ein Mensch gebraucht, der nicht nur als passives Treibgut dahinvegetierte, sondern der ein aktives, tätiges und selbstbestimmtes Individuum sein musste. Aus diesem Grunde entstanden in dieser Zeit vielfältige philosophische Konzepte, die dem geworfenen Subjekt als Stütze zur Hand gehen wollten. Wenn Denker des Abendlandes die Zeit als Zeit der „Verzweiflung“ beschrieben und Gott tot sagten, so war Iqbal klar, dass die Zeit eine Emanzipation des Einzelnen erforderte. Doch sah er diese Entwicklung niemals im Zusammenhang mit dem Verlust der Religion, sondern er konnte ein selbstbestimmtes Individuum immer nur im Lichte der allumfassenden transzendenten Macht sehen. Die islamische Welt auf dem Subkontinent stand am Scheideweg. Sie hatte mit der Starre des Clanwesens und mit der Lethargie des universalen Schicksalsglaubens zu kämpfen. Um für die eigene islamische Welt ein Konzept zu schaffen, wodurch die Entwicklung des Einzelnen zum selbstbewussten und aktiven Individuum möglich war, hat Muhammad Iqbal Anregungen bei den europäischen Denkern gesucht und gebraucht. Er geriet so direkt zwischen die Kulturen. Diese friedliche Berührung der Kulturen wird heute sowohl von Menschen des Okzidents als auch des Orients wieder gesucht. Iqbal wurde zum Vorbild für das Denken seiner Welt und kann heute ein Vorbild für interkulturelles Denken sein.
Muhammad Iqbals Denken stellt deshalb eine bedeutende Schnittstelle dar, weil er schon sehr früh als Philosoph des Islam nach den europäischen Philosophen geschaut hat, nicht um deren abendländische Konzepte blind zu übernehmen, sondern um Stimulanzien und Erkenntnisse in den islamischen Korpus zu integrieren. Er war ein Vorreiter für das Denken, das die eigenen Grenzen zu überschreiten vermochte, was in dieser Weise in seiner Zeit weder im Orient noch im Okzident üblich war. Da er nicht in ausreichendem Maße auf philosophische Gedanken der eigenen Welt rekrutieren konnte, war es für ihn selbstverständlich über die Grenzen hinauszuschauen, um nach Befruchtung auch jenseits des Orients zu suchen. Durch das Aufspüren neuer Gedanken, die die dringenden Fragen seiner Zeit und seiner Welt beantworten konnten, aber auch durch das Rückbesinnen auf die Wurzeln der eigenen Geisteswelt, hat Iqbal eine Synthese geschaffen. Seine philosophische Synthese versucht so Antworten zu geben, die zutiefst allgemein menschlicher Natur sind.
Am Anfang dieser Arbeit soll die Betrachtung der historischen Lage sowohl in Europa als auch auf dem Subkontinent stehen und ein Überblick über die Vita Iqbals soll sich anschließen. In Abschnitt 4. werden grundlegende Gedanken zum Islam, wie sie Iqbal formulierte und seinem gesamten Werk zu Grunde liegen, aufgezeigt. Schließlich wird in Abschnitt 5. wird nach den existenzphilosophischen Elementen im philosophischen Denken Iqbals gesucht.

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